Henk Reisen

Eklektro-Akustik

18. April 2012
von Henk
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Henks Helferlein (3) – Yamaha SK-20

In der Kategorie “Henks Helferlein” stelle ich heute den SK-20 vor, der bei den aktuell in der Mache befindlichen Tracks von Henk Reisen oft zum Einsatz kommt. Beim SK-20 handelt es sich um einen relativ unbekannten Ensemble-Synthesizer, den Yamaha 1979 herausgebracht hat. Watt is enen Ensemble-Synthesizer? Da stelle mer uns ma janz dumm…

Der Reihe nach: Ein Synthesizer ist ein elektronisches Musikinstrument, das vorangestellte “Ensemble” verweist auf den Zusammenklang mehrerer Sounds. So hat der SK-20 eine klassische Synthesizer-Sektion, eine Orgel-Sektion und eine Streicher-Sektion, die beliebig zusammen gemischt werden können. Diese drei Sektionen rechtfertigen wohl die Yamaha-Wortschöpfung “Ensemble-Synthesizer”.

Der Synthesizer-Teil ist recht primitiv. Rechteck- und Sägezahnwellen in unterschiedlichen Fußlagen (also Tonhöhen) können über ein einfaches, nicht selbstoszillierendes Filter gejagt werden. Das Ganze klingt trotz digitaler Schaltung recht satt und analog und ist dankenswerterweise polyphon – also mehrstimmig – spielbar, so dass nicht nur Bassläufe und Melodien, sondern Akkorde gespielt werden können. Der Sound geht stark in die Richtung des Synthesizersounds auf dem bekannten Live-Album von Mother’s Finest. Schön fett und funky, obwohl ein wenig Biss fehlt.

Die Orgel hat sieben Zugriegel, mit denen die unterschiedlichen Fußlagen stufenlos zugeregelt weden können und bekommt über den eingebauten Ensemble-Effekt (das hat mit dem oben genannten “Ensemble” nichts zu tun, sondern ist ein Chorus-ähnlicher Modulationseffekt) ein schönes Sirren und Schweben hinzu. Damit kann man schon ein paar wirklich brauchbare Orgel-Sounds erzielen.

In der Streichersektion geht’s primitiv zu, aber die sägezahnwellenartigen Klänge erinnern – über den Ensemble-Effekt gespielt – extremst an “Love Will Tear Us Apart”, so dass man auch hier glücklich werden kann.

Ein Yamaha SK-20 stand in den Achtziger Jahren im musikschuleigenen Proberaum meiner ersten Band, und auf der Suche nach einer Ergänzung für mein Live-Setup schien er nach meiner Erinnerung Jahre, ach was: Jahrzehnte später die beste Wahl. Auf der Bühne spielte ich zu der Zeit am liebsten Rhodes, Orgel, Streicher und einen Polysynth. Ein Rhodes hatte ich bereits, und den Rest könnte der SK-20 liefern – so dachte ich. Deshalb war ich vor ein paar Jahren sehr froh, bei Ebay endlich einen zu finden. Dummerweise wurde er bei der Anlieferung beschädigt, so dass der Live-Einsatz aus Gründen der mangelnden mechanischen Belastbarkeit nun nicht in Frage kommt. Jetzt konnt er nur im Studio zum Einsatz. Trotzdem: Tolles Gerät!

14. März 2012
von Henk
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Konzertberichte (5): Kaizers Orchestra – Zakk, Düsseldorf, 11. März 2012

Hmmmm… Als beste Live-Band der Welt werden die sechs Norweger vom Kaizers Orchestra auf ihrer – zugegebenermaßen erklärt parteiischen – deutschen Fanseite gepriesen. Zur Überprüfung derartiger Jubelarien war am gestrigen Sonntag ein Besuch im Düsseldorfer Zakk angesagt.

Frei heraus: Auch wenn man über den Superlativ natürlich immer trefflich streiten kann, ist das Fanurteil mit Sicherheit nicht völlig abwegig. Auch wenn Kaizers Orchestra mittlerweile deutlich poppiger – genau genommen brit-poppiger – daherkommen als zumindest von mir erwartet, haben sie von ihrer polka-, tango- und gypsy-inspirierten Spielfreude nullkommanix auf der Strecke gelassen. Schlagzeuger, Bassist und die zwei Gitarristen kommen sympathisch skandinavisch rüber, leicht nordisch-nerdig unterkühlt und gleichzeitig impulsiv. Der Sänger wirkt mit Hüftschwung und penetrantem Haarzurückstreichen deutlich klischeelatinohafter, hat durch seine souveräne Gesangsdarbietung und die routinierte und trotzdem sympathisch spontane Publikumsinteraktion massiv Pluspunkte gesammelt.

Heimlicher Star des Abends war aber natürlich der in der ersten Konzerthälfte gasbemaskte Tastenmann. Er gab den irren Autisten, der immer mal wieder sekundenlang starr auf Hände, Tasten oder irgendwas anderes glotzte oder das Publikum mit einem minutenlang perfekt aufgeführten Glühbirnenwechsel an der strickbeschirmten Stehleuchte auf seinem Piano ergötzte. Sein ganzer Abend schien wunderschön durchchoreografiert zu sein, und wer – wie ich – seine Augen nicht nonstop in seiner Nähe hielt, konnte sicher sein, irgendeine witzige Geschichte zu verpassen.

Wichtiger als all dieses sekundärtugendhafte „Rüberkommen“ bleibt natürlich die Musik. Auf diesem Feld bleiben Kaizers Orchestra allerdings ebenfalls nicht das Geringste schuldig. Gute bis großartige, extrem abwechslungsreiche Songs, die in tolle Arrangements gekleidet werden und mit einigen nicht neuen, aber schönen Bühnenideen zusätzlich aufgepeppt werden (Fässer und Felgen als Percussion, Megafoneinsatz, Umschnalltrommel): Was will man eigentlich mehr? Ich jedenfalls nichts.

„Danke, dass es Musik gibt!“ – Wenn man sich selbst mitten im Konzert bei diesem Gedanken erwischt, dann haben die Musiker ganz sicher nicht all zu viel falsch gemacht – und vielleicht sogar den Titel der besten Live-Band verdient. Wer weiß?

29. Februar 2012
von Henk
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Henks Helferlein (2) – Matrox TripleHead 2 Go

Analog boomt. Jeder Elektromusiker, der etwas auf sich hält, hat sich innerhalb des letzten halben Jahres mindestens einen der aktuellen Analogsynthesizer von Vermona, Dave Smith oder MFB zugelegt und auf Ebay bei fünf alten Analogsynthesizern aus den Siebzigern mitgeboten. Wer wie ich jemanden kennt, der aktuell dabei ist, ein Synthesizermuseum und einen Verein für elektronische Musik zu gründen, geht den andere Weg und trennt sich stattdessen von analogem Equipment.

“WAS???!!!??”, höre ich da nicht nur gefühlt sondern ganz real rufen, “Man verkauft doch keine alten Instrumente!” Doch, tut man, wenn man zu viele davon hat und sich vom Erlös schöne digitale Helferlein kaufen kann, die das Leben ungemein vereinfachen. Ich so die Tage: Kauf mir eine “Matrox TripleHead2Go”, eine kleine Box, auf die man ander einen Seite den Grafikausgang des PC, auf der anderen Seite drei Monitore anschließen kann. Für mich bedeutet das, dass ich aktuell mit einer Bildschirmauflösung von 3*1280 x 768, also insgesamt 3840 x 768 arbeite. Herbe, oder?

Seine Musiksoftware über drei Monitore laufen zu lassen und Arrangerfenster, Mixer, Effekte und Softwaresynthesizer immer auf einmal im Blick zu haben, spart wahnsinnig viel Auf- und Zuklick-Energie, erlaubt einem einen viel intuitiveren Umgang mit den virtuellen Geräten und ist einfach saucool. Wenn man die eingesparte Zeit und den gewonnenen Spielspaß in die Soundentwicklung und das Songwriting reinvestiert ist das millionenfach mehr wert als das ach so tolle Geschraube an analogen Gerätschaften. Nicht dass wir uns falsch verstehen: Neben mir steht immer noch einiges Analoges und ich möchte es nicht missen. Ohne meinen Roland SH-101 wäre ich aufgeschmissen, mein halbanaloger Yamaha SK-20 ist unglaublich inspirierend und die alte Elgam-Orgel sieht dermaßen spicy und spacy aus, dass es kracht.

Wer aber meint, dass es immer nur das “Echte” und “Wahre” von früher sein muss, damit es auch gut klingt, vergisst, worum es beim Musikmachen geht. Ein guter Koch kann aus einem alten Schuh nur sprichwörtlich ein Festmahl zaubern. Ein Musiker kann aber mit einer Kindergitarre und einem alten Mikrofon einen Monstersong kreieren, der rockt wie hulle. Ob der Hammondsound dann aus einer echten B3 oder aus einer digitalen Emulation kommt, interessiert doch keinen wirklich, Hauptsache ist, es orgelt richtig.

Hier bei Henk Reisen verhalten wir uns deshalb schön antizyklisch und komplett gegen die Mode. Und gezz muss ich ab an die Geräte…

Bis die Tage!
Henk

28. Februar 2012
von Henk
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Henks Helferlein (1)

Ta-Taaaaaa: Henk Reisen präsentiert hiermit eine neue Kategorie: Unter der Rubrik “Henks Helferlein” werden ab sofort in gewohnt unregelmäßiger Folge Hardware, Software, Synthesizer, Sampler, Gitarre, Orgelk, Plektren und sonstiger zum Einsatz gebrachte Kram unter die Lupe genommen. Vielleicht interessiert sich ja der ein oder andere dafür, ähnliches Instrumentarium an den Start zu bringen und kann mit meinen Kundenbewertungen etwas anfangen.

3. Februar 2012
von Henk
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Pressespiegel (2): “BEAT” unbestechlich und klar im Urteil (BEAT 2/2012)

Die “Beat“, ein Fachmagazin für Musik, Produktion und DJing, hat sich in der aktuellen Ausgabe die EP “Changes” vorgeknöpft und im Rahmen der Rubrik “Musiktipps aus dem Netz” gnadenlos abgeurteilt:

“Abseits der Clubs arbeitet Henk Reisen derweil am schönsten Song der Welt. Auf dem neuen EP-Album “Changes” finden sich sieben von nostalgischen Orgeln und lässigem Schlagzeug getragene Perlen zwischen Downbeat, Synthie-Pop, Lounge Jazz und Folktronica – Widerstand ist da zwecklos.”

Ich habe das Gefühl, dass man irgendwie auch schlechter wegkommen kann. Selbst hätte ich das sicherlich alles ganz anders formuliert, aber damit auch weniger schön. Merci, Herr Fischer!

23. Januar 2012
von Henk
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“Jetzt neu: Auf CD, LP und MC”…

… hieß es früher immer so schön in der Tonträgerwerbung, und beinahe passt dieser Spruch auch zur neuen EP “Changes”. Eine LP-Version ist zwar nicht in Sicht, aber mit CD, MC und Download ist die EP tatsächlich trimedial erhältlich.

Wer bei Bandcamp die MC- oder CD-Version kauft, bekommt übrigens den Download gratis dazu und spart sich damit das lästige Wandeln.

31. Dezember 2011
von Henk
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Pressespiegel (1): “Wir helfen den Songs auf die Welt” (WAZ 30.12.2011)

Unter dieser Überschricht berichtete Deutschlands größte Regionalzeitung, die WAZ, gestern über das Schaffen von Henk Reisen. In einem beinahe ganzseitigen Artikel wurden die musikalische Vision, Arbeitsweisen und Ergebnisse wie die aktuelle EP “Changes” beleuchtet. Alle, die nicht in den Genuss des tollen Artikels gekommen sind, können hier noch einmal nachlesen: Zum WAZ-Bericht

Nachtrag 20.15 Uhr: Den Artikel gibt es natürlich auch online, hier auf “Der Westen”.

29. Dezember 2011
von Henk
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CD-Veröffentlichung ab Anfang Januar erhältlich

Die CD-Version der neuen EP “Changes” wird ab Anfang Januar bei unter www.jpc.de erhältlich sein. Interessenten können gerne einen “Weckdienst” einrichten: Schreiben Sie uns einfach eine kurze Mail mit Ihrem Namen und dem Betreff “Henk Reisen: Weckdienst” an Henk Reisen und Sie bekommen sofort bei CD-Veröffentlichung eine kurze Infomail. Eine verbindliche Bestellung ist das natürlich noch nicht, so dass Sie immer noch später entscheiden können, ob Sie die CD kaufen oder nicht.

Alle, die es nicht abwarten können, können natürlich hier schon in die Songs reinhören und die Downloadversion kaufen. Für Analogfreaks gibt es ab dem 31.12.2011 um 23.59 Uhr auch die Kassettenversion zu kaufen. Für 8,99 Euro gibt es die sieben Songs der EP plus sieben Bonustracks auf Tape. Eine Bestellung kann direkt an Henk Reisen erfolgen.

Viel Spaß!!

25. Dezember 2011
von Henk
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Songs von Henk Reisen (26-32): Changes (EP, 2011)

Die neue EP „Changes“ von Henk Reisen behandelt das Thema der Veränderungen, ihrer Risiken, Hemmnisse und Chancen. Auf 27 Minuten Spieldauer erhält der hoffentlich geneigte Hörer Lebensberatung und Anregung in einer der zentralen Fragen des Lebens: Wo komme ich her, wo gehe ich hin, wo will ich eigentlich hin – und warum zum Teufel unterscheiden sich die Antworten auf die letzten beiden Fragen? Musikalisch finden sich Elemente von Hip Hop, Pop, Funk, Elektro, New Wave und Psychedelic Rock zusammen, um die einzelnen Facetten der Veränderungs-Grundidee angemessen hörbar wider zu spiegeln.

Obwohl alle sieben Songs vom gleichem Thema handeln, soll „Changes“ kein Konzeptalbum im klassischen Sinne sein. Deshalb wurde auf einen inhaltlichen Handlungsablauf, einen textlichen roten Faden oder einen gemeinsamen Plot verzichtet. Die EP ist vielmehr eine Ideensammlung, eine Art Zettelkasten, in dem sich Notizen mit unterschiedlichen Gedanken zum Grundthema “Veränderung” finden.

Die Download-Version mit sieben Songs ist ab heute verfügbar, die CD-Version mit sieben Bonus-Tracks wird in den nächsten Tagen erhältlich sein.


Veröffentlicht am 25. Dezember 2011

14. Dezember 2011
von Henk
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Konzertberichte (4): Stereo MCs, 6. Dezember 2011, Köln

Ah-ya-yaha, ah-ya-yaha
(Tschak-duk)
|: Bu-dum, bu-dum, bu-dum, bu-dum :|

Wer auf den 1992er-Hit „Connected“ der Stereo MCs nicht tanzt, der bewegt sich einfach nicht gerne oder ist gesundheitlich eingeschränkt. Dass das auch für fast alle anderen Stücke der Combo um Rob Birch und Nick Hallam gilt, haben die von neuerem Material unbeleckten Konzertbesucher im großartigen Bahnhof Ehrenfeld in Köln schnell gemerkt. Manche sogar zu schnell, wie der männliche Part des direkt vor mir zu Stande gekommenen Pärchens von gut basketballtauglicher Größe, der seiner Begleiterin zehn Sekunden nach Konzertbeginn ins Ohr brüllte, dass es ja wohl ganz schön groove: zu diesem Zeitpunkt hörte man exakt eine Vierviertel-Bassdrum mit akompagnierender Off-Hi-Hat, also exakt das, was als Four-to-the-Floor-Beat prinzipiell irgendwie groovt und kaum zur Beurteilung der Rhythmusstärke einer Band herhalten kann.

Leider war mit diesem Satz die Aufmerksamkeitsspanne des ansonsten turtelnden Riesenduos erschöpft, und fortan hatte man nur noch Augen und Ohren füreinander. Dass ich mich nach kurzer Zeit an beiden vorbeidrängte, um statt Bussi-Bussi und Kuschi-Kuschi einfach nur die Musik erleben zu können, machte mir ein dementsprechend gering ausgeprägtes schlechtes Gewissen. Gelohnt hat es sich: Rob MC-te wie wild und spielte teilweise eine teilweise funktionierende Gitarre, die Sängerinnen legten sich mit Erfolg ins Zeug und Schlagzeug, Bass und macbookbefeuerte Backgroundtracks taten dauerhaft tatsächlich das, was der größenmächtige „Groove-Agent“ schon zu Beginn konstatiert hatte.

Dass klassischerweise die Hits – neben „Connected“ z.B. noch „Step It Up“ oder „Deep Down And Dirty“ – am meisten gefeiert wurden, wird nicht verwundern. Dass aber auch das unbekanntere neuere Material durchaus Anklang fand, schon eher. Eigentlich war es ein perfektes Konzert – hätte man nicht den unbestimmten Eindruck gehabt, dass die Protagonisten auf der Bühne mit der Reaktion der geschätzt 300-köpfigen Masse unzufrieden gewesen sein. Vielleicht ist das coole Kölner Medienmacherpublikum nicht ganz so ausgerastet, wie es hätte können, aber für dahingehende Vorwürfe war die Crowd dann doch wiederum viel zu bewegt.

Allein diesem Unzufriedenheitseindruck von Rob&Co. ist es geschuldet, dass man selbst – korrigiere: dass ich selbst mit nicht hundertprozentiger Zufriedenheit den Heimweg angetreten habe. Trotzdem steht auf dem Wunschzettel für Weihnachten: Alles von den Stereo MCs (außer die Sachen, die ich schon habe).

Die Stereo MCs haben’s voll drauf, Leute!!!

|: Bu-dum, bu-dum, bu-dum, bu-dum :|

Nachtrag 16.12.:
Ganz zu erwähnen vergessen habe ich einen Gedanken beim Hören von “Connected”, der über meine persönlichen bühnenmusikalischen Vorlieben einiges aussagt: Ich bin nämlich der Meinung, dass es für einen Musiker nichts Großartigeres geben kann, als auf der Bühne zu stehen und den Konzertbesuchern dieses “bu-dum, bu-dum” in die Magengruben zu pumpen. Wäre ich Bassist, würde ich wohl immer nur “bu-dum, bu-dum” machen. Wer mich schon einmal auf der Bühne erlebt hat, weiß, dass ich es an Orgel, Synthesizer, Piano oder Gitarre am liebsten genauso handhabe: Gib mir ein kurzes, grooviges Riff, das ich bis zur völligen Transzendenz wiederholen kann, und ich werde bis zum Ende des Songs keine Langeweile verspüren!

Im übrigen ist der Groove von “Connected” zu 100% gesampled, und zwar von Jimmy “Bo” Hornes Songs “Let Me (Let Me Be Your Lover)” aus dem Jahr 1978. Auch wenn ich meine Beats, Loops und Grooves eigentlich immer selbst einspiele oder programmiere, möchte ich hier von einem absolut gelungenen Diebstahl sprechen: “Connected” gehörte einfach gemacht.