Henk Reisen

Eklektro-Akustik

Konzertberichte (1): Public Enemy, Jugenzentrum Papestraße Essen, 06.11.2010

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Ich! Habe! Public! Fucking! Enemy! Live! Gesehen!

Public Enemy in meiner Stadt! Drei Stunden Show, und das CNN der Schwarzen (darf man „schwarz“ noch sagen? Oder ist es erst in 1 ½ Jahren wieder p.c.?) sendet so wunderbar oldschoolig laut, dass es eine Wonne ist.
Wer erwartet hatte, dass Chuck D, Flavor Flav und die S1W’s müde ihr Pensum abspulen würden, um möglichst schnell wieder mit der Kohle nach Hause zu kommen, der irrte. „Auf die Fresse!“, hieß es im musikalischen Sinne, und die Bassdrum hat noch den passenden Schlag in die Magengrube spendiert.
Natürlich kann man sich fragen, warum die größte Hip-Hop-Truppe aller Zeiten – ja, das Wort „Truppe“ passt hervorragend zum Thema „Old School“ – warum also diese Combo im Jahre 2011 nicht zu ausverkauften Arenen in London und Tokio chauffiert wird und aus politischen Gründen millionenschwere Werbeverträge mit Brauseherstellern und Internetfirmen ablehnt, sondern im 900 Leute fassenden Jugendzentrum einer symapthischen Möchtegernmetropole in der westdeutschen Provinz gastiert. Man kann das fragen, hat aber keine Zeit für solche Gedanken, wenn einem „She Watch Channel Zero“ oder „Bring Tha Noize“ um die Ohren gepustet werden, dass es nur so kracht. Whoa!

Fazit: Ein großartiges Konzert mit Kopfnicken bis zum Gummihals und außerdem: Ich! Habe! Public! Fucking! Enemy! Live! Gesehen!

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